
Cold Brew Tee: So gelingt der perfekte kalte Aufguss
Sonne auf der Haut, ein schattiger Platz auf der Terrasse und ein Glas eisgekühlter Tee in der Hand: An warmen Tagen darf Genuss unkompliziert sein. Genau deshalb passt Cold Brew Tee so wunderbar zum Sommer. Statt Tee zunächst heiß aufzubrühen und anschließend abzukühlen, wird Cold Brew direkt mit kaltem Wasser zubereitet. Das Ergebnis ist ein angenehm mildes, erfrischendes Geschmackserlebnis, das überraschend viele Facetten haben kann.
Fruchtige Erdbeere, exotische Mango, spritzige Zitrone oder eine ungewöhnliche Kombination mit Kräutern: Cold Brew Tee lässt sich immer wieder neu entdecken. Und das Beste daran? Die Zubereitung ist denkbar einfach, wenn du einen Tee verwendest, der ausdrücklich für den kalten Aufguss vorgesehen ist.
In diesem Guide erfährst du, was Cold Brew Tee ist, wie du ihn richtig zubereitest, worin der Unterschied zu Eistee liegt und welcher Cold Brew zu deinem Geschmack passt. Außerdem zeigen wir dir, wie du mit Früchten, Kräutern und Eis aus deinem Tee einen ganz persönlichen Sommerdrink machst.
Was ist Cold Brew Tee?
„Cold Brew“ bedeutet zunächst nichts anderes als „kalt aufgegossen“. Anders als bei der klassischen Teezubereitung kommt dabei kein heißes Wasser zum Einsatz. Ein dafür geeigneter Tee wird mit kaltem Wasser aufgegossen und darf anschließend entsprechend der Zubereitungsempfehlung ziehen.
Das kalte Wasser verändert die Art, wie sich die Bestandteile des Tees lösen. Vor allem bei Tees aus der Teepflanze Camellia sinensis werden bei niedrigeren Temperaturen Gerbstoffe langsamer extrahiert. Dadurch kann ein kalter Aufguss weicher und weniger herb schmecken als derselbe Tee bei heißer Zubereitung.
Cold Brew ist deshalb nicht einfach nur kalter Tee. Die Zubereitung kann einem Tee eine ganz andere geschmackliche Seite entlocken.
Woher kommt Cold Brew Tee?
Die Idee, Tee mit kaltem Wasser zuzubereiten, ist älter als der heutige Cold-Brew-Trend. Besonders eng verbunden ist die Methode mit der japanischen Teekultur. Dort ist die Zubereitung mit kaltem Wasser unter dem Begriff Mizudashi bekannt. „Mizu“ bedeutet Wasser, während „dashi“ sinngemäß für das Herauslösen beziehungsweise den Aufguss steht.
Die langsame Extraktion mit kaltem Wasser wird unter anderem bei japanischen Grüntees genutzt, um feine, süßliche und umamireiche Geschmacksnuancen hervorzuheben.
Heute ist Cold Brew längst nicht mehr nur etwas für Kenner japanischer Teekultur. Speziell entwickelte Cold Brew Tees für kaltes Wasser machen die Methode besonders unkompliziert und bringen fruchtige, moderne Geschmacksrichtungen ins Glas.
Cold Brew Tee oder Eistee: Was ist der Unterschied?
Beide werden kalt getrunken, trotzdem unterscheiden sich Cold Brew Tee und klassischer Eistee vor allem in einem entscheidenden Punkt: der Zubereitung.
Eistee wird zunächst heiß aufgebrüht. Anschließend lässt du ihn abkühlen oder kühlst ihn direkt mit Eiswürfeln herunter. Das ist beispielsweise eine gute Methode für Tees, die laut Hersteller mit kochendem Wasser zubereitet werden müssen.
Cold Brew Tee wird dagegen direkt mit kaltem Wasser angesetzt. Voraussetzung dafür ist, dass der verwendete Tee ausdrücklich für diese Zubereitung geeignet ist.
Auch geschmacklich gibt es Unterschiede. Bei geeigneten Tees kann der kalte Aufguss besonders sanfte und subtile Aromen hervorheben. Gerade an heißen Tagen entsteht so ein angenehm leichter Drink, der häufig auch ohne zusätzliche Süße auskommt.
Welche Variante besser ist? Das ist weniger eine Frage von richtig oder falsch als von Tee und Geschmack. Eistee ist ideal, wenn ein Tee heiß aufgebrüht werden soll. Speziell entwickelte Cold-Brew-Mischungen machen dagegen die direkte Zubereitung mit kaltem Wasser besonders bequem.
Kann man jeden Tee kalt aufgießen?
Nein. Und genau dieser Punkt ist beim Thema Cold Brew besonders wichtig.
Nicht jeder Tee sollte einfach mit kaltem Wasser aufgegossen werden. Vor allem bei Kräuter- und Früchtetees solltest du dich unbedingt an die Zubereitungshinweise des Herstellers halten. Sind sie nicht ausdrücklich für die Kaltzubereitung vorgesehen, werden solche Aufgüsse üblicherweise mit sprudelnd kochendem Wasser zubereitet.
Möchtest du Cold Brew möglichst unkompliziert genießen, greifst du deshalb am besten zu einem Tee, der ausdrücklich mit Hinweisen wie „für den Kaltaufguss geeignet“, „Cold Brew“ oder einer entsprechenden Zubereitungsanleitung gekennzeichnet ist.
So musst du nicht experimentieren und weißt genau, wie dein Tee zubereitet werden soll.
Welcher Cold Brew Tee passt zu dir?
Jetzt beginnt der genussvolle Teil. Denn Cold Brew kann viel mehr als nur Zitrone und Pfirsich.
Fruchtig und sommerlich: Erdbeere
Du liebst den Geschmack reifer Sommerfrüchte? Dann ist ein Cold Brew Früchtetee mit Erdbeere ein schöner Einstieg. Frische Erdbeeren und einige Minzblätter im Glas unterstreichen seinen sommerlichen Charakter.
Exotisch und mild: Mango
Mango bringt Urlaubsgefühl ins Glas. Ihre fruchtige, exotische Aromatik harmoniert besonders gut mit Limette. Ein paar Mangowürfel und Eis dazu, und aus dem Tee wird ein unkomplizierter Sommerdrink.
Klassisch erfrischend: Zitrone
Wer es frisch und spritzig mag, landet schnell bei Cold Brew Zitrone. Eine zusätzliche Zitronen- oder Limettenscheibe und etwas Minze machen ihn zum idealen Begleiter für heiße Nachmittage.
Intensiv fruchtig: Kirsch-Cassis
Kirsche und schwarze Johannisbeere bringen mehr Tiefe ins Glas. Diese Kombination eignet sich besonders für alle, die beerige, leicht säuerliche Aromen mögen.
Spannend anders: Cold Brew Mocktails
Cold Brew muss nicht bei klassischen Fruchtaromen enden. Kombinationen wie Basilikum und Zitrus oder Varianten, die an einen sommerlichen Spritz erinnern, zeigen, wie vielseitig Tee als Basis für alkoholfreie Sommerdrinks und Mocktails sein kann.
Gerade für Gartenpartys, Brunch oder einen entspannten Abend auf der Terrasse sind solche Kreationen eine interessante Alternative zu Limonade und alkoholischen Aperitifs.
Cold Brew Tee selber machen: So einfach geht es
Für einen guten Cold Brew brauchst du weder besonderes Bar-Equipment noch komplizierte Techniken.
Verwende einen Tee, der ausdrücklich für die Zubereitung mit kaltem Wasser vorgesehen ist. Gib die auf der Verpackung empfohlene Menge in ein Glas, eine Flasche oder eine Karaffe und gieße sie mit frischem, kaltem Wasser auf.
Nun lässt du den Tee entsprechend der angegebenen Ziehzeit ziehen. Je nach Produkt kann diese sehr unterschiedlich sein. Spezielle Cold-Brew-Mischungen sind teilweise bereits nach wenigen Minuten fertig, während klassische Teeblätter, sofern sie für diese Methode geeignet sind, deutlich länger benötigen können.
Anschließend entfernst du Teebeutel oder Teeblätter und genießt deinen Cold Brew gut gekühlt.
Eiswürfel sind kein Muss, machen das Sommererlebnis aber perfekt. Besonders schön sieht dein Drink mit frischen Früchten, Kräutern oder Zitrusscheiben aus.
Loser Cold Brew Tee oder Pyramidenbeutel?
Beides hat seine Vorteile.
Loser Cold Brew Tee gibt dir viel Freiheit bei der Dosierung. Du kannst eine einzelne Portion ebenso zubereiten wie eine große Karaffe für mehrere Personen. Eine Flasche oder Karaffe mit integriertem Sieb macht die Zubereitung besonders komfortabel.
Cold Brew im Pyramidenbeutel ist dagegen ideal, wenn es schnell und unkompliziert gehen soll. Die Portion ist bereits vorbereitet und der Beutel lässt sich problemlos in Glas oder Trinkflasche geben.
Gerade im Büro, auf Reisen oder beim Sport kann diese Variante besonders praktisch sein.
Cold Brew unterwegs: Sommergenuss zum Mitnehmen

Cold Brew lässt sich wunderbar vorbereiten und mitnehmen. Bereite deinen Tee zu Hause nach Packungsanleitung zu, fülle ihn anschließend in eine gut schließende Trinkflasche und schon hast du eine erfrischende Begleitung für Büro, Ausflug oder Picknick.
Eine isolierte Edelstahlflasche ist besonders praktisch, wenn dein Tee über längere Zeit angenehm kühl bleiben soll. Wiederverwendbare Trinkflaschen vermeiden außerdem Einwegverpackungen und machen selbst zubereiteten Tee zu einer unkomplizierten Alternative zu abgefüllten Erfrischungsgetränken.
Cold Brew ohne Zucker: Braucht der Tee überhaupt Süße?
Gerade hier zeigt sich eine der schönsten Seiten von Cold Brew: Ein guter Tee braucht nicht automatisch Zucker.
Fruchtige Mischungen bringen bereits intensive Aromen mit. Mango, Erdbeere, Pfirsich oder Beeren können einen Drink geschmacklich so rund machen, dass zusätzliche Süße gar nicht notwendig ist.
Wenn du deinen Cold Brew dennoch etwas süßer magst, kannst du die Süße individuell dosieren. Noch spannender ist es häufig, zunächst mit Früchten und Kräutern zu experimentieren.
Pfirsich sorgt für eine weiche Fruchtnote, Minze für Frische, Zitrone und Limette bringen Säure und Beeren zusätzliche Fruchtigkeit ins Glas.
Vier Ideen, mit denen Cold Brew noch spannender wird

Pfirsich & Rosmarin
Frische Pfirsichspalten verbinden sich mit einem kleinen Zweig Rosmarin zu einem mediterranen Sommerdrink.
Erdbeere & Minze
Reife Erdbeeren und frische Minze sind unkompliziert, aromatisch und wunderbar sommerlich.
Mango & Limette
Süßlich-exotische Mango trifft auf die lebendige Säure frischer Limette.
Kirsch-Cassis & Zitrone
Dunkle Beerenaromen bekommen durch eine dünne Zitronenscheibe zusätzliche Frische.
Probiere aus, was dir gefällt. Genau darin liegt der Reiz: Aus demselben Cold Brew kann heute ein purer Durstlöscher und morgen ein aufwendig dekorierter Mocktail werden.
5 typische Fehler bei Cold Brew Tee
1. Einfach irgendeinen Tee kalt aufgießen
Der wichtigste Fehler lässt sich leicht vermeiden: Prüfe zuerst die Zubereitungshinweise. Nur wenn ein Tee ausdrücklich für die Kaltzubereitung geeignet ist, solltest du ihn direkt mit kaltem Wasser aufgießen.
2. Die Ziehzeit ignorieren
Cold Brew bedeutet nicht automatisch „über Nacht“. Moderne Cold-Brew-Mischungen können bereits nach wenigen Minuten fertig sein. Andere geeignete Tees benötigen mehrere Stunden. Deshalb gilt: Die Empfehlung auf der Verpackung ist wichtiger als eine pauschale Zeitangabe.
3. Zu viele Zutaten verwenden
Erdbeeren, Mango, Zitrone, Minze, Basilikum und Rosmarin gleichzeitig? Weniger ist meist mehr. Wähle ein oder zwei Zutaten, die das Aroma deines Tees ergänzen, statt es zu überdecken.
4. Zu viele Eiswürfel ins Glas geben
Wenn der Tee bereits gut gekühlt ist, brauchst du nur wenige Eiswürfel. Zu viel schmelzendes Eis kann den Geschmack unnötig verdünnen.
5. Den fertigen Tee zu lange aufbewahren
Cold Brew schmeckt frisch am besten. Bereite lieber Mengen zu, die du zeitnah trinken kannst, und bewahre den fertigen Tee bis dahin gekühlt auf. Beachte auch hier die Hinweise des jeweiligen Herstellers.
Cold Brew als alkoholfreier Aperitif
Eine besonders spannende Entwicklung ist Cold Brew als Basis für alkoholfreie Aperitifs und Tee-Mocktails.

Bitterorange, Holunder, Zitrone, Kräuter oder Beeren eröffnen geschmacklich Möglichkeiten, die weit über klassischen Eistee hinausgehen. Serviert in einem schönen Glas mit großen Eiswürfeln, einer Orangenzeste oder einem Zweig Rosmarin wird aus Tee ein stilvoller Drink für den frühen Abend.
Das macht Cold Brew interessant für alle, die bewusst auf Alkohol verzichten möchten, aber trotzdem nicht einfach nur Wasser oder Saft trinken wollen.
Cold Brew Tee: Ein Sommer voller Möglichkeiten
Vielleicht ist genau das der größte Reiz von Cold Brew: Es gibt nicht den einen richtigen Sommerdrink.
Morgens steht eine Karaffe mit Pfirsich-Cold-Brew auf dem Frühstückstisch. Am Nachmittag begleitet dich Mango oder Zitrone ins Büro. Beim Picknick landet Erdbeere mit frischer Minze in der Trinkflasche und am Abend wird aus einer aromatischen Tee-Komposition mit Eis und Orangenzeste ein alkoholfreier Aperitif.
Cold Brew zeigt, wie vielseitig Tee sein kann. Natürlich, unkompliziert und immer wieder anders.
Und manchmal braucht es für einen kleinen Sommermoment tatsächlich nicht mehr als kaltes Wasser, guten Tee, ein paar Eiswürfel und ein bisschen Zeit.
Entdecke unsere Cold Brew Tees und finde deinen Lieblingsgeschmack für den Sommer.












